Know-how der Wasserexperten für eine bessere Zukunft in Nordafrika

21 Jul 2020

Der Wasserverbrauch in Tunesien steigt und die Risiken einer Wasserknappheit nehmen durch den Klimawandel zu. Unsere Experten erarbeiten die Machbarkeitsstudie für ein großes Wassertransferprojekt.

Seit vielen Jahren steigt der Wasserverbrauch in Tunesien. Zugleich nehmen die Risiken einer Wasserknappheit durch den Klimawandel und unvorhersehbare klimatische Ereignisse zu. Immer weniger sauberes Wasser in guter Qualität ist verfügbar. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat die tunesische Regierung ein neues Programm aufgelegt. Aufgabe ist, die Wasserressourcen optimal zu nutzen und die Bewirtschaftung an sich ändernde Klimabedingungen anzupassen. Die Wasserexperten von Tractebel Deutschland erarbeiten dafür die Machbarkeitsstudie für ein großes Wassertransferprojekt mit einem Planungshorizont, der bis ins Jahr 2050 reicht.

Hohe nationale Priorität

Das Ministerium für Landwirtschaft, Wasserressourcen und Fischerei, vertreten durch die Generaldirektion für Staudämme und bedeutende Wasserbauwerke, gab das Projekt in Auftrag. Es soll die Verfügbarkeit von Wasser für Haushalte, Landwirtschaft, Industrie und den Tourismus in Zentraltunesien verbessern. Entsprechend hoch ist die nationale Priorität. Vorstudien hatten bereits 2015 begonnen und seit 2020 ist Tractebel in das Projekt involviert – unter anderem als Ansprechpartner der KfW, die die Studie fördert. In 2021 wird die Designphase abgeschlossen sein.

In einem Joint Venture mit STUDI International, einem in Tunis ansässigen Beratungsunternehmen, erarbeiten Spezialisten von Tractebel unter anderem Studien zum technischen Design und detaillierte Entwürfe. Diese werden zeigen, wie der Transfer von ungenutztem Wasser aus dem nördlichen Teil des Landes in Gebiete im Zentrum Tunesiens am besten gelingen kann. Um innovative und nachhaltige Wasserinfrastrukturprojekte zu entwickeln, nutzt Tractebel die interdisziplinären Fähigkeiten seines Projekt-Teams.

Umfangreiches Leistungspaket

Voraussichtlich rund 300 km Transferleitungen mit Stauseen und neuen Pumpstationen wird das Vorhaben umfassen. Im ersten Schritt analysiert und vergleicht das Team vier verschiedene Transferoptionen (Routen). Die vielversprechendste Option wird dann auf Basis eines detaillierten Entwurfs hinsichtlich ihrer technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit untersucht. Im Fokus stehen Lösungen zur Erhöhung der Wasserspeicher- und Transferkapazitäten. Diese könnten durch den Neubau und die Verbesserung verschiedener Dämme, Transferleitungen und -kanäle, Pumpstationen, Zwischenspeicher und Wasserbauwerke sowie Kleinwasserkraftwerke geschaffen werden.

Das Leistungsspektrum von Tractebel umfasst topographische und geotechnische Feldarbeiten, technische Due Diligence, Sozial- und Umweltverträglichkeitsprüfungen sowie sozioökonomische Studien.

Mehr Informationen: Wasser als wertvolle Ressource in Tunesien, Video von DW News

Der Speichersee Mellah gehört zu den Infrastrukturprojekten, die die Tractebel Experten in ihrer Studie betrachten.

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