Modernisierung optimiert Lastverteilzentrum in Nepal

31 Jul 2019

Das Lastenverteilzentrum der Nepal Electricity Autority (NEA) entspricht nicht mehr den Anfoderungen an moderne Netzsysteme. Das Steuerungssystem und die dazugehörigen Hilfseinrichtungen müssen erneuert werden. Tractebel begleitet das Modernisierungsprojekt. 

Mit finanzieller Unterstützung der KfW errichtete die Nepal Electricity Authority (NEA) im Jahr 2003 in Kathmandu ein Lastverteilzentrum. Dessen Steuerungssystem (SCADA/EMS) und die dazugehörigen Hilfseinrichtungen sind nach 16 Betriebsjahren überholt. Tractebel begleitet das Modernisierungsprojekt von Beginn an.

Die Hard- und Softwarekomponenten des Lastverteilzentrums (LDC, load dispatch centre) sind veraltet und entsprechen nicht mehr den Anforderungen an moderne Netzsysteme. Für die NEA wird es zunehmend schwieriger, Ersatzteile zu beschaffen, um das nationale Übertragungsnetz zuverlässig zu überwachen und zu steuern. Darüber hinaus zerstörte das schwere Erdbeben im Jahr 2015 die Video-Projektionseinrichtung im Kontrollraum sowie einige Bildschirme und Arbeitsplätze zur Netzbetriebsführung.

Eine Sanierung schafft Abhilfe. Ziel ist, die notwendigen SCADA/EMS-Funktionen für die Steuerung und Überwachung des nationalen Übertragungsnetzes aufrecht zu erhalten.

Tractebel früh involviert

Das Projekt startete 2014. Tractebel war von der ersten Vorstudie bis zur Ausführungsphase des Projektes beteiligt. Ein Team von Planern erbrachte alle erforderlichen Zwischenleistungen. Sie entwickelten die Konzeption, erstellten die Ausschreibungsunterlagen, unterstützten bei der Ausschreibung, Angebotsauswertung, Vergabe und Entwurfsgenehmigung.

Die Installationsarbeiten im LDC begannen im April 2019. Inzwischen sind alle Schlüsselkomponenten (SCADA-Hardware, Großbild Projektionsanlage, IP-Telefonanlage und Notstromversorgung) vor Ort und die Installationsarbeiten nahezu abgeschlossen. Nun tritt das Projekt in die „heiße Phase“ der Inbetriebnahme ein. Die ersten Punkt-zu-Punkt-Tests der systeminternen Signalisierung begannen am 6. Juni 2019 und wurden mittlerweile erfolgreich abgeschlossen. Sie gehen der Abnahmeprüfung voraus und zeigten, dass das SCADA-System alle Signale wie Messungen, Statusinformationen und Alarme korrekt verarbeitet. Die offizielle Abnahmeprüfung vor Ort (SAT, Site Acceptance Test) ist für Mitte Juli geplant.

Die Installationsarbeiten für die Notfall-Leitstelle (Backup Control Centre) im Umspannwerk Hetauda starteten Ende Juni 2019. Vor-Ort-Test und Inbetriebnahme der Anlage sind für den Herbst dieses Jahres geplant.

Im Punkt-zu-Punkt-Tests zeigt sich, ob das SCADA-System korrekt arbeitet.

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